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KÜNSTLERISCHES SCHAFFEN

DIETRICH KIRSCH

Maler / Grafiker / Buchautor / Buchgestalter

LITERATUR

BÜCHER

99 Künstliche Monde

Gedichte aus den Jahren 1945 - 1960,
dazu eine CD mit acht Gedichtvertonungen, 1957.

Gedichtband, 110 Seiten, 2008
DCS - Verlag, Überlingen
ISBN-13: 978-3-940140-98-2
Verkaufspreis: 29,90 EUR

Deutsche Nationalbibliothek - CIP-Einheitsaufnahme

©2008 und Verkauf: Dietrich Kirsch.
Alle Rechte der Vervielfältigung vorbehalten.

Vorwort

Im Vorwort zu meinen Gedichten heißt es:

"Immer fand ich ein Glück in der Art nächster Verbindungen mit den Stationen dieser lebendigen Welt und darin, mich mit ihnen auseinanderzusetzen. (1969) Seither kreisen die 99 Monde, künstlich und unsichtbar, um uns. Jeder kann sie mit Kopf und Sinnen in seinem Observatorium entdecken. (2008)"

Die 15 Jahre nach dem Krieg und bis zu meiner Heirat 1960 waren Jahre der Orientierung. Es war genau die Zeit, in der die Gedichte entstanden. Ein kleiner Teil aus etwa 400 Gedichten, die 99 Gedichte meiner Veröffentlichung, finden sich in den Kapiteln:

•  Landschaften und Wanderungen
•  Gestalten und Widmungen
•  Lieder
•  Sprüche und Gedanken

Davon wird eine Auswahl von 9 Gedichten hier als Leseprobe veröffentlicht. 

Briefe an den Augenblick

Lebensbilder
dazu dazu 14 Linolschnitte
66 Seiten, 2013
ISBN-13: 978-3-940140-87-6
DCS-Verlag GmbH, Überlingen
Verkaufspreis: 29,90 EUR

©2013 und Verkauf: Dietrich Kirsch.
Alle Rechte der Vervielfältigung von Texten und Linolschnitten vorbehalten.

Vorwort

Die totalitären Nazijahre haben meine Kindheit, die Kriegszeit meine Jugend und danach die befreiende Nachkriegszeit die weiteren Jahre begleitet. Aber rückblickend sind es immer nur Augenblicke gewesen, die mein Leben bestimmten.

Väterchens Mondfahrt

Satire
Mit 26 Grafiken (Monothypie-Collagen, 31 x 22 cm, entstanden 1963)
Der Text von Gerhard Ludwig Blind (1910 - 1966) entstand 1962.
ISBN-13: 978-3-940140-02-9
DCS-Verlag GmbH, Überlingen
Verkaufspreis: 29,90 EUR

©2015 und Verkauf: Dietrich Kirsch.
Alle Rechte für Grafiken und Text vorbehalten.

Vorwort

"Väterchens Mondfahrt" ist eine Satire auf einen gelangweilten Diktator.
Sie entstand in den 50er Jahren, der Zeit von "Väterchen Stalin", der Raketen entwickeln ließ, die später zum Mond flogen. Und der noch kurz vor dem zweiten Weltkrieg den Großteil seiner Generäle - nur auf Verdacht hin - hat ermorden lassen.

Den Text schrieb Gerhard Ludwig Blind, Reutlingen, ein langjähriger Autor für die Satire-Zeitschrift "Simplizissimus".

Antoine und Carmela

12 Entwürfe und 12 Radierungen
ISBN-13: 978-3-940140-01-2
DCS-Verlag GmbH, Überlingen
Verkaufspreis: 29,90 EUR

©2015 und Verkauf: Dietrich Kirsch.
Alle Rechte für Texte und Grafiken vorbehalten.

Vorwort

"Antoine und Carmela" ist ursprünglich ein Bühnenstück für Schauspieler, Sänger und Orchester von Armin Schibler (Musik) und Alfred Goldmann (Text). Zu diesem Werk entstanden 1967 von Dietrich Kirsch 12 Radierungen nach bestimmten Textstellen, die hier zusammen mit 12 Entwürfen (Tuschzeichnungen) veröffentlicht werden. Sie geben den Ablauf der Handlung wieder: Antoine, der sich von Carmela getrennt hat und in der Welt herumzieht, trifft einen Unbekannten, einen Drehorgelspieler. Dieser verkauft ihm eine Trompete, die von nun an Antoines Leben bestimmt. Am Ende trifft er die kranke Carmela wieder, die von seiner Musik gesund wird und mit ihm zusammenbleibt. Am Schluß treffen die beiden noch einmal auf den Unbekannten, der ihnen die Richtung in die Zukunft weist.

Bekenntnis

Der Linolschnitt "Das Weltall" erschien 1959 in Dietrich Kirsch, Begegnung, Kösel-Verlag.

ISBN-13: 978-3-940140-06-7
DCS-Verlag GmbH, Überlingen, 2016
Verkaufspreis: 29,90 EUR

©2016 und Verkauf: Dietrich Kirsch.
Alle Rechte der Vervielfältigung von Texten und Linolschnitten vorbehalten.

Vorwort

"Bekenntnis" ist eine ganz persönliche Aussage zu meinem Verhältnis zu Gott und der Welt. Diese existentielle Schrift beschreibt die Geborgenheit im Weltall. Auch nach unserem Tode bleiben die Elemente von Leib und Seele im Kosmos erhalten - sie sind unsterblich und fallen nicht aus dem Weltall.

Confession

14 Linocuts
Translation: Nancy and Kurt Kaiser
ISBN-13: 978-3-940140-07-4
The original-edition appeared 2016 under the title: Bekenntnis
DCS-Verlag GmbH, Überlingen, 2016
Price: 29,90 EUR

©2016: Dietrich Kirsch.
All rights for text and graphics reserved.
The linocut "The Universe" published 1959 in: Dietrich Kirsch, Begegnung, Kösel-Verlag München.

 

Preface

"Confession" is a very personal statement about my relationship to God and the world. This existential writing describes the feeling ob being secure in universe. Even after passing away, the elements of body and soul remain in cosmos - they are immortal and do not disappear.

An die Jahreszeiten


Dass jedes Frühjahr mich erhebe,
du ahnungsvoller Enzian.
Noch ruht der Weinstock, seine Rebe
liegt an die Erde hingetan.

Dass jeder Sommer mich ergreife,
erblühe sein Gezweige weit und breit.
Der heiße Tag bürgt seine Reife
zu jeder Stunde schon vor Herbsteszeit.

Dass jeder Herbst mich still bescheide,
die Feuer brennen ohne Schein.
Das Tier verliert die reiche Weide,
die Frucht stellt sich zum Kelter ein.

Dass jeder Winter mich erweise
notdürftig aber wunderbar.
Frostwind klirrt überm starken Eise,
das Weltherz schlägt ein neues Jahr.

Die Vögel

Wohin sind die Vögel geflogen?
Sie singen nicht mehr.

Als ich still war und angestrengt horchte,
erkannte ich sie im Vogelkäfig
meines Herzens.

Vertont von Walter Hecklinger

Die Falter

Es gehen an allen Orten
seltsame Falter um,
schwebende Tag- und Nachtfalter,
schwebend in alle Zeitalter,
und sie sind stumm.

Fragt sie, fragt sie nach Worten,
die ihr selber nicht wißt,
sie werden, indem sie verschweigen,
noch taumelnder taumelnd sich zeigen,
dass keiner die Worte vermisst.

So gehen zu allen Zeiten
taumelnde Falter um,
sie taumeln mit ihren Herzen
und bleiben bei brennenden Kerzen,
wegen Kleinigkeiten,
für immer stumm.

Die Nebelweide

Morgen hält im Nebel dicht 
eingehüllt allen Bestand,
schleiertragendes altes Gesicht
über dem Weideland.

Weidenbaum auf der Weide steht,
träumt vom versiegten Bach,
träumt vom Winde, der nicht weht,
singt ihn kein Vogel wach.

Auch sind Rinder längst im Stall,
Herbst kam mit der Zeit,
Nebeltau im Niederfall
fällt auf das Weidenkleid.

Hält die Weide den Atem an,
öffnet der Nebel sich Blau.
Niemand kennt, was er hoffen kann ...
Sonne trocknet den Tau!

Wanderlied

Ich gehe durch die Welt mit meinen Schritten
und gehe singend oder sachte, wies gefällt,
und komm zu alten und zu neuen Hütten,
- und geh vorbei, als Fremder durch die Welt.

Ich liebe diese Welt mit meinen Schritten
und sehe so die Hure wie den Held
und wärme mich am Lichte ihrer Sitten
- und geh vorbei, als Fremder durch die Welt.

Ist wohl auch Gott bei mir, bei meinen Schritten,
ist Liebe mir und ist Musik und was mich hält,
doch niemals bleibe ich lange so inmitten,
- ich geh vorbei, als Fremder durch die Welt.

Und einmal ist der Tod bei meinen Schritten.
Es ist mein Tod, der sich zu mir gesellt.
Dem klag ich, was ich liebte und gelitten,
- und geh vorbei, als Fremder aus der Welt.

Vertont von Walter Hecklinger

Nachtspaziergang

Ich gehe oft aus zu den Tieren
hinter dem Weidezaun,
dort sind sie in ihren Revieren
und stehen auf allen Vieren,
unbeweglich stehn sie und schaun,

und stehen lange im Düstern
und haben die Weide verbraucht
und reden nicht, sie flüstern,
ihr Atem fährt durch die Nüstern
vieltausendmal und verraucht.

Ich bleibe dort, bis die Helle
des neuen Tages beginnt,
ich rühre mich nicht von der Stelle,
ich warte darauf, dass die Welle
des Schauderns allmählich verrinnt.

Vertont von Joachim Edelmann

Zigeunerfest

Königsgeschlechter der wandernden Erde,
manchmal gelingt euch die Ankunft
wie beim Erscheinen der bunten Zigeuner
am Strande von Perpignan,
um St. Juans willen zu singen
einen Sonnentag lang
und eine wärmende Nacht,
ihre Kinder
mit alten Euphratgesichtern
tanzten mit ihnen zur Freude des Heiligen.

Widerspiegelnd sah da das Meer ihre Feuer
widerspiegelnd ihren lodernden Eifer,
widerspiegelnd ihren glimmenden Frohsinn,
ihr blutendes Tamburin,
es sah sie in langen Gewändern
neben dem Pferdchen,
kastagnettenhufig,
am Ende des Festes davongehn.

Eine Leere im Raum blieb zurück,
der leere Strand blieb zurück
mit den erstaunten Badegästen.

Wir sagen AH und OH

Wir sagen Ah und Oh.
Zur gleichen Zeit sind wir auch anderswoh.

3 Möglichkeiten

Von zwei Händen ist eine Verführung
und die andere die Niedertracht,
die dritte Hand die Berührung
mit dem Blatt, das den Schatten macht.

Von zwei Füßen ist einer das Kommen,
der andere nimmt Abschied und geht,
der dritte Fuß ist, der benommen
noch immer im Paradiese steht.

Von zwei Augen ist eines die Bitte,
das andre der stille Dank,
das heimliche Auge, das dritte,
sieht auf den Übergang.

Nachwort: Übrigens ...

... erschienen 7 Gedichte aus "99  Künstliche Monde" bereits 1955 in: "Fenster und Weg", Richard Salis, Günter Bruno Fuchs, Dietrich Kirsch,Mitteldeutscher Verlag, Halle, zusammen mit 4 Monotypien von Winand Victor. Nach herber Kritik an den westlichen Autoren wurde ein Teil der 1. Auflage eingestampft.

Richard Salis (1931 - 1988)

war nach dem Krieg Sandformer, Drucker und Angestellter einer grafischen Kunstanstalt. Verleger mehrerer Flug- und Zeitschriften, besonders der "Reutlinger Drucke".

Günter Bruno Fuchs (1928 - 1977)

war nach dem Krieg Maurer, hospitierte an Universitäten, besuchte die Kunstakademie Berlin und lebte als freier Schriftsteller und Holzschneider in Berlin. Er hinterließ ein umfangreiches Werk, Lyrik, Prosa, Hörspiele und Briefe (Hanser Verlag). Zusammen mit Winand Victor und Dietrich Kirsch Mitbegründer der grafischen-literarischen Blätter "telegramme". In den 15 erschienenen Nummern von 1953 - 58 kamen viele junge Autoren wie Peter Härtling, Helmut Heißenbüttel, Heinz Piontek und Johannes Poethen zu Wort. Günter Bruno Fuchs auf Wikipedia

Winand Victor (1918)

studierte 1937 -1940 an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Nach dem Krieg Mitglied der Künstlergemeinschaft Bernstein. Seit 1949 wohnhaft in Reutlingen. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.

Eigene Wege

Wer erinnert sich noch an die Anfänge seines persönlichen Lebens, - wer kann seine früheste Erinnerung beschreiben?

Meine Mutter erzählte gern, wie ich das Laufen lernte. Sie nahm mich damals nicht direkt an der Hand, sondern hatte ein hölzernes Fensterklötzchen in der Hand, das ich auch festhalten musste. So ging sie voraus, ich hinterher, immer rund um den Wohnzimmertisch herum. In irgendeinem Moment lies sie das Klötzchen los: ich lief jetzt tatsächlich alleine und ohne jede fremde Hilfe!

Das war der Augenblick meiner ersten Selbstständigkeit. Und weil ich in meiner Kindheit diesen kleinen Bericht oft zu hören bekam, hat er sich bis heute eingeprägt wie meine eigene Erinnerung an diese ersten Schritte ohne fremde Hilfe.

Die Sturmflut

Wer erinnert sich noch an die Anfänge seines persönlichen Lebens, - wer kann seine früheste Erinnerung beschreiben?

Schon in der Nacht setzt ein starker Wind ein, wir müssen die Fenster schließen. Als es langsam heller wird, hören wir das Brausen der Nordsee. Und es zieht mich doch noch einmal zum großen Wasser hin.

Als ich der See wieder begegne, hat sich die Lage inzwischen völlig umgekehrt. In der Dämmerung sehe ich das tobende Element, die meterhohen Wellen, wie sie den schräg ansteigenden Deich in kurzen Abständen bis fast an die Deichkrone heraufjagen. Ohne zu überlegen: ich muss jetzt und hier noch einmal ins Wasser!

Also geht es splitternackt langsam und schrittweise rückwärts den Deich hinunter, über die Steine zum Wasser hin. Schon hat mich die nächste Riesenwelle gepackt, erst ein, zwei Meter aufwärts und dann mit ihrem großen Sog abwärts in das riesige, große, dunkle Meer.

Ich tanze auf den vier, fünf, sechs Meter hohen Wellen! Der helle Wahnsinn! Aber ich bin glücklich!! – Wer weiß, wie lange …

Und ich muss natürlich auch wieder ans Aussteigen denken. Und wie komme ich hier heraus? Die meterhohen Wellen immer noch laufend und blitzschnell die Gepflasterte Deichschräge herauf und herab. Ich muss versuchen, mit einer der Wellen den höchsten Punkt des Deichs zu erreichen. Schon der erst Versuch scheitert. Der Sog des Wassers ist zu stark, ich werde immer wieder zurückgerissen. Meine Knie und Fingerspitzen schaben sich in den Steinen wund. Doch es ist der einzige Weg, aus der Falle herauszukommen. Ich muss es immer wieder versuchen.

Ich beobachte, dass es verschieden starke Wellen gibt. Ich muss für mich eine besonders große Welle erwischen, meine einzige Chance. Und so wirft mich eine riesige Welle ganz hoch an den Deich. Ich kralle mich mit letzten Kräften an den obersten Steinfugen fest. Und tatsächlich gelingt es mir jetzt, das Wasser ablaufen zu lassen. Mit allerletzten Kräften krieche ich noch höher, um der nächsten Welle zu entgehen.

Und es gelingt mir tatsächlich! Und das ist der Augenblick zu wissen, dass ich gerettet bin.

Ich bleibe einige Minuten in Sicherheit dort liegen. Die Schmerzen meiner aufgewetzten Knie und Finger sind dagegen unwichtig. Ich ziehe mich langsam wieder an und gehe in mein Quartier zurück.

Als wir zur Rückfahrt ans Festland an der Mole ankommen, heißt es, dass die Fähre 3 Stunden später ablegen wird. Der Grund: wegen des Sturms kann das Schiff zur Zeit noch nicht fahren.

Unfallbericht

Ich befand mich zusammen mit dem Bergkameraden O. und dessen Vetter auf dem Abstieg vom Ortlergipfel (3005 m) zur Payerhütte. Gegen 13 Uhr des 5. August 1965 durchkletterten wir im letzten Teil unseres Abstiegs eine Felsenrinne, die auf dem offiziellen Kletterweg vom Ortler zur Hütte rechts und links mit zwei Stahlseilen gesichert ist. Von uns drei Bergkameraden stieg ich als Letzter ab.

Außer uns waren an dieser Stelle verschiedene andere Klettergruppen unterwegs, die in Begleitung ihrer Bergführer dicht hinter uns folgten. An einer Stelle, die durch die bei der Mittagswärme tauenden Schneereste etwas schwieriger begehbar war, verhalf mir der unter mir gehende Bergkamerad O. zu günstigen Trittmöglichkeiten beim Abstieg.

In diesem Augenblick erfolgte eine so starke ruckartige Bewegung des Drahtseils, verursacht durch die über mit kletternden Bergsteiger, dass ich für diesen Moment den festen Griff am rechten Stahlseil und den Boden unter den Füßen verlor. Dabei rutschte mir das linke Seil für einige Meter durch die linke Hand.

Die Hand war nach meiner Kriegsverwundung, bei Lähmung des linken Arms, krallenartig versteift. Diese Art der Versteifung hielt mich aber wie mit einem Haken automatisch am linken Seil. Damit rutschte ich etwa 6 - 8 Meter am Seil entlang und die Haut meiner Finger ging dabei in Fetzen.

Erst als ich wieder mit den Füßen Halt bekam, konnte ich klar erkennen, wie mein Kamerad O. zur gleichen Zeit vom Berg herabgefallen war. Er hatte sich auf einer Geröllhalde mehrfach überschlagen, alles in allem etwa 60 Meter unter mir. Sein Rucksack hatte den Aufprall beim Sturz stark gemildert. Ich konnte sehen, wie er schon bald nach dem Sturz wieder langsam aufstand und winkte.

Auf Anraten der vorbeigehenden Bergführer ging der unversehrte Vetter von O. sofort zur Payerhütte zurück, um den Abtransport zu veranlassen. Ich selbst wartete oberhalb der Geröllhalde, bis dieser Abtransport durch eine Vierergruppe von Bergführern begann. Er erfolgte direkt ins Tal nach Trafoi. Nach dem eigenen Abstieg zusammen mit O.s Vetter über Sulden sah ich O. dann endlich wieder. Die Bergführer hatten ihn mit Erste-Hilfe-Verbänden geschient und versorgt. Inzwischen war es 18.45 Uhr.

Meine beiden Bergkameraden fuhren noch in der anschließenden Nacht mit ihrem Auto nach Freiburg/Brg. zur Untersuchung und Behandlung in einer dortigen Klinik.

Mir selbst hatte meine schwere Kriegsverwundung vor 20 Jahren an diesem Tag das Leben gerettet,

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Galerie

INFORMATIONEN

Ausstellungen

Einzelausstellungen

1956

Reutlingen, Spendhaus

München, telegramm-Gruppe

1957Hälsingborg, Galleri Gränden
1958

Lissabon, Galeria Pórtico

Estoril, Junta de Tourismo da Costa do Sol

Madrid, Instituto Aleman

1959Lissabon, Galeri Diáro de Noticias
1960

München, Siemens & Halske

München, Freunde der Bildenden Kunst

Kassel, Galerie Lometsch

1964München, Schutzverband Bildender Künstler
2010Überlingen, Augustinum
2011Überlingen, Volksbank


Gruppenausstellungen

1953 - 1964in Reutlingen, München, Bayreuth, Ibiza, Leinfelden, Böblingen, Baden-Baden, Berlin, Duisburg, Beirut/ Libanon.

 

 

 

INFORMATIONEN

BIOGRAPHIE

Maler / Grafiker / Buchgestalter / Buchautor

Dietrich Kirsch wurde am 3. Dezember 1924 in Bunzlau/Schlesien geboren.

Nach dreijährigem Kriegseinsatz schwer verletzt, musste er sein Vorhaben, Bildhauer zu werden, aufgeben.

Er erlernte das Buchbinderhandwerk und besuchte die Kunstakademie Kassel und die Universität Tübingen. Zusammen mit dem Maler Wienand Victor und dem Schriftsteller und Grafiker Günter Bruno Fuchs, hat  Dietrich Kirsch in den Jahren 1952 - 1956 die "telegramme" herausgegeben (Insgesamt zwölf Ausgaben mit einer Auflage von 300 Exemplaren). Sie wurden in alle Welt verschickt, z. B. auch an Bandib Neru, Hermann Hesse u.s.w.

Als Maler und Schriftsteller reiste er nach Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Italien und lebte zeitweilig in Spanien und in Portugal.

Nach der Heirat 1960 mit der Grafik-Designerin Jutta Korn begann unter dem Kürzel KIRSCH & KORN eine jahrzehntelange gemeinsame Tätigkeit als Autoren, Illustratoren, Buchgestalter und Herausgeber von Kinder- und Jugendbüchern.

Ihre gemeinsamen Arbeiten sind als ARCHIV K&K TETTNANG im Tettnanger Stadtarchiv gesammelt. Kontakt: Dr. Angelika Barth, Stadtarchiv Tettnang, Telefon 07542 - 510180.

Werke von Dietrich Kirsch finden sich in der Sammlung des Bodenseekreises und als Dauerleihgabe in der Sammlung des Städtischen Museums Überlingen.

Dietrich Kirsch im Verzeichnis "Autorinnen und Autoren in Baden-Württemberg" der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe e.V.

Eine umfangreiche Werkübersicht liefert der KIT-Bibliothekskatalog.

 

 

INFORMATIONEN

Echo

Rezensionen und Leserstimmen

28.11.2013: Eva-Maria Bast, Südkurier

Augustinum-Bewohner schreibt Bücher

Bild: Eva-Maria Bast, Südkurier

Überlingen -  „Briefe an den Augenblick“ heißt das Buch, das der 89-jährige Bewohner des Wohnstifts Augustinum, Dietrich Kirsch, geschrieben und mit Linolschnitten illustriert hat. Die Gedichtesammlung "99 künstliche Monde" entstand bereits 1999.

Vergangenen Herbst war Dietrich Kirsch in Bad Dürrheim zur Kur. Die Wochenenden waren lang, dort in der Kur. „Und da habe ich angefangen zu schreiben“, erzählt der Bewohner des Überlinger Wohnstifts Augustinum. Das Ergebnis liegt nun vor – in Form eines 65 Seiten starken, gebundenen Buches, das durch Linolschnitte des Künstlers ergänzt wird. „Briefe an den Augenblick“, heißt das Büchlein und der 89-Jährige schreibt in seinem kurzen Vorwort: „Die totalitären Nazijahre haben meine Kindheit, die Kriegszeit meine Jugend und danach die befreiende Nachkriegszeit die weiteren Jahre begleitet.“

Den vollständigen Artikel auf Südkurier-Online lesen.

25.10.2011 - Der malende Poet

Eva-Maria Bast, Südkurier

Überlingen - Dietrich Kirsch stellt in der Volksbankgalerie aus, seine Werke sind noch bis Ende November zu sehen.

"Es ist eine beeindruckende Ausstellung mit virtuosen Werken, die das künstlerische Schaffen eines hochkreativen Menschen dokumentiert. In der Volksbank-Galerie werden derzeit Werke eines renommierten Künstlers gezeigt: Dietrich Kirsch stellt Zeichnungen, Drucke und Illustrationen aus, denen man auf den ersten Blick ansieht, dass sie aus der Hand eines Könners stammen. [...]"

Den Artikel als PDF herunterladen oder auf Südkurier-Online lesen.

16.10.2013 - Bewegende Momente

Von Reinbert Tabbert, Reutlinger General-Anzeiger

Reutlingen war eine Zwischenstation in seinem Leben – Dietrich Kirsch, Bildkünstler, Schriftsteller und eben hier auch Sänger im Grischkat-Chor.

Geboren 1924 im schlesischen Bunzlau und viele Jahre zusammen mit seiner Frau, der Grafikerin Jutta Korn, schreibend und Bücher gestaltend in Ravensburg tätig, verbringt er seinen Lebensabend in Überlingen am Bodensee. Dort hat er nun nach einem Gedichtband (»99 künstliche Monde«, 2009) den Band »Briefe an den Augenblick« veröffentlicht, der elf autobiografische Prosastücke, ein Gedicht und 14 Linolschnitte versammelt.

Es sind buchstäblich bewegende Augenblicke, die nüchtern und anschaulich dargestellt werden: der Abschied des Kindes vom toten Großvater, der rettende Abtransport nach schwerer Verwundung in den letzten Kriegstagen, das Zusammentreffen mit einem einsamen Rentierhirten in Lappland.

Den vollständigen Artikel auf Reutlinger Generalanzeiger online lesen

03.12.2009 - Ein Poet mit Maleraugen

Von Reinbert Tabbert, Reutlinger General-Anzeiger

[...] Kirsch, ein geborener Schlesier, der heute in Überlingen lebt, hat vor einem Jahr ein vorzüglich gestaltetes Büchlein herausgegeben: »99 künstliche Monde. Gedichte aus den Jahren 1945-1960« (DCS-Verlag, Überlingen). Aufgenommen wurden auch Gedichte aus dem Gedichtband »Fenster und Weg«, den Kirsch zusammen mit Richard Salis und G.B. Fuchs 1955 im Mitteldeutschen Verlag veröffentlichte.

Den vollständigen Artikel auf Reutlinger Generalanzeiger online lesen

Almut Aue, Malerin und Lyrikerin

"Briefe an den Augenblick" ist für mich immer noch ein einzigartig schöner, einprägsamer & poetischer Titel! Dein später Linolschnitt mit dem am Meeresfelsen stehenden, dem Vogel sehnsuchtsvoll nachfliegenwollenden Menschen mit seinen weit ausgebreiteten Arm-Schwingen gefällt mir sehr." Künstlerportrait Almut Aue

Christian Stottele, eh. Verlagsleiter

"Zuerst habe ich das Buch mit buchkritischem Blick inspiziert: Das angenehm getönte Papier, die schöne Schrifttype in gut lesbarem Schriftgrad, Ihr Layout, der makellose Druck, die hervorragende Bindearbeit!

Dann, am Abend, las ich es in einem Stück und meinte, Sie würden es mir erzählen, ich würde Sie fragen. Die Linolschnitte erzählen, fesseln; ich sah sie als Bildfolge eins ums andere Mal an. Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem schönen, neuen Buch!"

Dr. Anton Sch. (Arzt)

" [...] Dann las ich flüchtig beim Auspacken unseres Reisegepäcks darin und legte es nicht wieder weg. Ich dachte, Dich leibhaftig zu erkennen, auch in dem, das uns nicht gemeinsam ist. Um mir das klar zu machen, las ich es noch einmal Angelika vor - über den kleinen, behüteten Jungen, aufgewachsen in einem innig gepflegten Haus, von Gaben der schönen Sorge umstellt, so daß man dem kleinen Kind sagen möchte: "Ach, sei nicht traurig."

Aber dann kommt etwas anderes, das mit dem Flammenwerfer beginnt. Ich war erstaunt über die äußerst detaillierte Schilderung einer versachlichten Welt von T-34 Panzern, Ölgemisch, PAK-Geschütz, 15 Soldaten, die zu führen waren beim "Rückwärts-verteidigen", Angriffs- und Verteidigungsfinessen, herumrennender Zivilbevölkerung [...].

[...] In Deinem Buch bricht mit den Glocken in Kopenhagen Ostersonntag 1945 ab, was mich da in Atem gehalten hat. Du versuchst Dich ganz anders zu retten seit der "Sturmflut" als ich. Die Parabel von dem Glück, sich im Notwendigen zu finden als Teil der großen Herde gilt für uns beide."

Herbert S., Buchhändler

"Dies kleine Buch
ist ein großes Buch.

Nicht von oben, nicht von der Seite her zu lesen, sondern von innen, als kleiner Leser zu erleben, teilhaben zu dürfen an dem Innern der "großen" Geschichte und auch an Innigem des Menschenlebens und der Natur."